Die Messstation am Kleinen Feldberg maß eine Schneehöhe von 36cm am Sonntag Morgen.

Das ist deswegen bemerkenswert, dass in vielen letzten Wintern die Region im Vergleich zu anderen Mittelgebirgen zurücklag.

Wir auch schon im letzten Januar sieht es diesmal anders.

Auf der Grafik ist zu sehen, dass selbst auf dem Großen Arber (1.456m hoch) und dem Fichtelberg im östlichen Sachsen (1.214m) nicht mehr Schnee als auf rund 820m Höhe im Taunus liegt.

Sonntag, 09 Januar 2022 13:27

Jahresrückblick 2021

Samstag, 25 Dezember 2021 12:09

Luftmassengrenze über Hessen

Zum Heiligabend befanden wir uns im Vordertaunus auf der warmen Seite einer markanten Luftmassengrenze. Sie trennt sehr kalte Luft aus NordOst-Europa von sehr warmer Luft aus SüdWest-Europa. Die Höchsttemperatur lag gestern bei 8,7 Grad.
Am 1. Weihnachtstag liegt die Temperatur bei 0 Grad und die Landschaft ist ganz leicht angezuckert.

 

 

Mittwoch, 15 Dezember 2021 13:37

Weihnachtswetterprognose - ein Traum, aber...

... leider noch zu früh und einer von vielen Modellläufen.

Wäre ab dem 1. Weihnachtsfeiertag mit Schnee und Kälte ein Traum für Fans der selten gewordenen Weißen Weihnacht. 

Es sind noch 9 Tage und ca. 36 neue Wettermodellläufe bis zum 24.12. ;)

Fast jeden Tag Gewitterschauer, Tomaten haben Braunfäule und kein Freibadwetter. Der Sommer 2021 ist fast vorbei zeigt diesmal ein anderes Gesicht als die letzten Jahre.

 

In der Grafik ist gut zu erkennen, dass die Summe der Niederschläge sich dieses Jahr deutlich von den Vorjahren unterscheidet. 
Ein Vergleich mit dem ausserordentlich nassen Jahr 2006 zeigt in welche Richtung die aktuelle Entwicklung gehen kann. 

 

Die 573 mm Regen vom gesamten Jahr 2020 sind schon so gut wie erreicht worden! Praktisch nach 7 von 12 Monaten!

 

Zum jetzigen Zeitpunkt fühlt sich das Wetter bei vielen Deutschen dieses Jahr anders an. Überall musste immer wieder zur Winterjacke gegriffen werden.
Auch heute am 6. Mai 2021 gab es nur 11 Grad Höchsttemperatur, dazu am Abend kalten Regen bei 7 Grad.

Wie sieht es nun in einem Zwischenfazit genau aus? Tanzt der Jahr 21 so heftig aus der Reihe?

Bei den Temperaturen scheint es wirklich deutlich kälter zu sein. 
Fühlbar ist die Vegetation auch im Vergleich zu den letzten Jahren weit zurück. 
Als Gärtner traut man sich garnicht die Tomaten- und Zuchinipflanzen ins Freiland zu verlegen. 

 

Bei den Niederschlägen ist auf dem ersten Blick nicht so einfach. Aber dieses Jahr war der April endlich mal wieder regenreicher und der Mai schein anzuknüpfen. 
Die oberen Bödenbereiche bekommen immer wieder Feuchte. Sie ist auch nötig, denn viel Sonne und Wind fangen schon an mit dem Entziehen des wertvollen Nass!
Als ist der Start ganz anders als in letzten beiden Trockenjahren.

Dafür werden die Obst- und Gemüseernten vieler länger auf sich warten müssen. ;)

Irgendwie scheint das Jahr aus der Reihe der letzten Jahre somit "auszubrechen". Der Winter war ja auch schon teilweise "wie früher". :)

Mit einer Temperatur von 24,6 Grad am 31.03.2021 wurde ein neuer Märzrekord verzeichnet. Der bisherige Höchststand, 22,3 Grad, stammte aus 2012 vom 28.03.

Auf der Messstation Kleiner Feldberg wurden 20,1 Grad gemessen. Hier wurde der Rekord von 19,4 Grad vom 28.03.1989 getoppt.

Deutschlandweit wurde ein Höchstwert von 27,2 Grad in Rheinau-Memprechtshofen (alter Rekord aus 1989) gemessen. 

 

Fünf Tage später liegt Deutschland voll in einer Nordlage, praktisch wieder "kalt erwischt" im Spätwinter.

 

Somit ging es vom Hochfrühling in eine lange "vermisste" klassische "Aprilwetter"- Lage.

 

Mehr zum Thema Aprilwetter im DWD-Beitrag: https://www.dwd.de/DE/wetter/thema_des_tages/2021/4/6.html

 

Während am Osterwochenende noch Sonne bei Dauerwind schien, brauchte man am Ostermontag beim Osterspaziergang die dickste Winterjacke. Der Wind den Tief Ulli mitbrachte war sehr ruppig und dauerhaft stark. Schnee- und Graupelschauer brachten ein tiefwinterliches Feeling.

Die weiteren Aussichten simulieren ein Anhalten des sehr kühlen Aprilwetters. Von Vorteil wären die einhergehenden Niederschläge. Vielerorts fehlen schon wieder Niederschläge für die Böden. Bereits aufgeblühte Obstblüten können bei nächtlichem längerem Aufklaren leider Schäden davontragen. Hier bleibt zu hoffen, dass viele Wolken es vielleicht verhindern.

 

 

 

 

 

 

Spannung hoch³ 

Über Wochen baute sich die Wetterlage auf. Seit Anfang Januar wurde von einer "gestörten" Polarzirkulation und dessen Folgen gesprochen, dem sogenannten Poloarwirbelsplitt. Hier wurde in der Vergangenheit in der Folge eine auf Ost drehende Höhenströmung beobachtet. 

Zusätzlich die Spekulation über die Auswirkungen des Wetterphänomen "La Niña".

 

Und nun ist es passiert! Die Wettermodelle sind allesamt auf kalt gekippt. Die Kaltluft hat "gesiegt". Ein Hoch über Skandinavien drückt die Polarluft nach Mitteleuropa, trotz sehr warmer Sahara-Luft die von Süd-Westen ankämpft. 

Das Ergebnis ist eine markante Luftmassengrenze über Nord- und Mitteldeutschland. Dabei schiebt sich bodennah sehr kalte Luft nach Süden unter die warme Höhenluft die nach Norden drängt.

Die Energie der beiden Gegensätze produziert starke Niederschläge und starke Winde an der Luftmassengrenze.

Eisregen, starke Regenfälle und starkte Schneefälle und Schneeverwehungen sind die Folge

 

Die Vorhersage des amerikanischen GFS-Modell zeigt ein extrem seltenes Bild. Dauerfrost für 14 Tage!!! Nach Schnee trockenkalt. Das gab es letztmalig im Februar 2012, damals 14 Tage lang.

 

Freitag, 29 Januar 2021 19:38

Luftmassengrenze über Deutschland

Während es im bisherigen Winter in der Westhälfte Deutschland oftmals kaum milder war als im Osten, so ändert sich das jetzt grundlegend.

Die bis dato fehlende kalte Luftmasse in Nordeuropa ist jetzt da und drängt immer wieder von Nord-Ost auf Deutschland überzugreifen. Mal kommt sie bis zu Alpen voran, mal wird sie wieder an die Küste zurückgedrängt.

Das ist eine typische Grenzwetterlage, wie sie im Winter vorkommen kann. Aktuell ists sie sehr markant!

Temperaturen aktuell am Abend noch über 10 Grad und Dauerregen im Süd-Westen, gegenüber leichtem Frost und Schneetief im Nord-Osten und Norden.

Trend: Es kommt in den nächsten 2 Wochen zum Tauziehen zwischen beiden Luftmassen. Mal gewinnt warm, dann 10 Grad hier in Rhein-Main und mal gewinnt kalt mit Flocken, also hin und her.

Es bestimmt auch die Möglichkeit, dass es am Ende ein Beruhigung Richtig Hochdruckwetter geben könnte. Eventuell sogar mit einem Kältehoch über Skandinavien.

 

Luftmassengrenz über Deutschland

 

Sonntag, 24 Januar 2021 17:03

Winter schlägt mit Macht im Taunus zurück

Nach starken Tauwetter und viel Regen in den letzten 3 Tagen meldet sich der Schnee wieder zurück, und wie. Von Samstag Abend bis Sonntag Mittag vielen 28 Liter Niederschlag in den Regenmesser des Kleinen Feldberg. Natürlich komplett als Schnee, nur zur Messung durch das beheizte Messgerät geschmolzen.

Am Ende wurden ca. 20cm Neuschnee auf 42 cm Schneehöhe von der automatischen Station gemeldet. Durch Verwehungen ist die Messung vermutlich verzerrt und der reale  Wert deutlich höher.

 

Abschließen muss man sagen, dass die sehr hohe Niederschlagssumme kaum von den Wettermodellen vorhergesagt wurde. Von ca. maximal 10 Liter ging man aus. Es gab selbst keine DWD-Warnung vor "markanten Schneefall", sondern lediglich 1 bisi 4 cm. Es zeigte sich, dass die Modelle bei so einem Tiefdruckgebiet, einem Randtief bzw. sogenannten "Schnellläufer", Schwierigkeiten mit der genaueren Prognose haben.

 

Nun tauchen auch für Montag und Dienstag weitere Schneefallgebiete von  Westen in den Modellläufen auf. Das zentral-steuernde Tief über der Nordsee und Großbritannien hat viel Energie geladen und scheint sich nur langsam von der Stelle zu bewegen....

 

Fuchstanz auf 660 Höhenmeter

 

Hier gab ebenfalls ca. 30 cm Neuschnee.

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