Die Trockenheit des Monat Mai war schon langsam grenzwärtig (Feldberg nur 1 Liter bis dato!) und trifft heute eine schwül-heiße Gewitterfront den Hochtaunuskreis. 

Die Luft war so heißt, dass heute ein 1. "Heißter Tag" gemessen wurde.

 

30,6 Grad

 

Mal sehen was in der Gegend an Niederschlag herunterkommt. DWD meldet 20-40Liter pro Stunde. 

Wie immer bei solchen Ereignissen ist die Lokalität entscheidend.

 

Nach 21 Grad am 29. März 2022 ist der Winter am 1. April zurück. 2cm Schneedecke am Samstag Morgen.

Für viele überraschend und unötig. Vor allem für einige Obst-Frühblüher wird die sehr kalte Luft am ersten Aprilwochenende eine schwierige "Überlebensfrage". Es werden -3 bis -5 Grad erwartet. 

Ganz Mitteleuropa wurde die Kombination des Hochs "Quincy" und des Tiefs "Katharina" mit arktischer Kaltluft geflutet. 

Viele fragen sich, warum nicht im Winter. Da gab es keinen Schnee.

Es ist schon recht selten, dass es auch im Flachland im April eine Schneedecke reicht. Das ist  selbst in den Hochlagen des Taunus kaum mehr möglich.

 

Der Monat März ist zwar traditionell ein sehr "klarer" Monat, vor allem nach den tristen Wintermonaten geht dieser März als Rekordmonat in die Bücher ein!

An 24 Tagen schien die Sonne im Prinzip den ganzen Tag lang.

 

Daten der Station:

 

Im Vergleich der März vor 3 Jahren:

Bemerkung: Die Sonnenscheindauer ist in der Summe deutlich niedriger (normal wäre wie Frankfurt 249h!) . Grund: Verschattung des Sensos im bebauten Raum.

 

Diese Grafik spricht Bände:

 

Quelle: www.mtwetter.de

Die Messstation am Kleinen Feldberg maß eine Schneehöhe von 36cm am Sonntag Morgen.

Das ist deswegen bemerkenswert, dass in vielen letzten Wintern die Region im Vergleich zu anderen Mittelgebirgen zurücklag.

Wir auch schon im letzten Januar sieht es diesmal anders.

Auf der Grafik ist zu sehen, dass selbst auf dem Großen Arber (1.456m hoch) und dem Fichtelberg im östlichen Sachsen (1.214m) nicht mehr Schnee als auf rund 820m Höhe im Taunus liegt.

Zum Heiligabend befanden wir uns im Vordertaunus auf der warmen Seite einer markanten Luftmassengrenze. Sie trennt sehr kalte Luft aus NordOst-Europa von sehr warmer Luft aus SüdWest-Europa. Die Höchsttemperatur lag gestern bei 8,7 Grad.
Am 1. Weihnachtstag liegt die Temperatur bei 0 Grad und die Landschaft ist ganz leicht angezuckert.

 

 

... leider noch zu früh und einer von vielen Modellläufen.

Wäre ab dem 1. Weihnachtsfeiertag mit Schnee und Kälte ein Traum für Fans der selten gewordenen Weißen Weihnacht. 

Es sind noch 9 Tage und ca. 36 neue Wettermodellläufe bis zum 24.12. ;)

Fast jeden Tag Gewitterschauer, Tomaten haben Braunfäule und kein Freibadwetter. Der Sommer 2021 ist fast vorbei zeigt diesmal ein anderes Gesicht als die letzten Jahre.

 

In der Grafik ist gut zu erkennen, dass die Summe der Niederschläge sich dieses Jahr deutlich von den Vorjahren unterscheidet. 
Ein Vergleich mit dem ausserordentlich nassen Jahr 2006 zeigt in welche Richtung die aktuelle Entwicklung gehen kann. 

 

Die 573 mm Regen vom gesamten Jahr 2020 sind schon so gut wie erreicht worden! Praktisch nach 7 von 12 Monaten!

 

Zum jetzigen Zeitpunkt fühlt sich das Wetter bei vielen Deutschen dieses Jahr anders an. Überall musste immer wieder zur Winterjacke gegriffen werden.
Auch heute am 6. Mai 2021 gab es nur 11 Grad Höchsttemperatur, dazu am Abend kalten Regen bei 7 Grad.

Wie sieht es nun in einem Zwischenfazit genau aus? Tanzt der Jahr 21 so heftig aus der Reihe?

Bei den Temperaturen scheint es wirklich deutlich kälter zu sein. 
Fühlbar ist die Vegetation auch im Vergleich zu den letzten Jahren weit zurück. 
Als Gärtner traut man sich garnicht die Tomaten- und Zuchinipflanzen ins Freiland zu verlegen. 

 

Bei den Niederschlägen ist auf dem ersten Blick nicht so einfach. Aber dieses Jahr war der April endlich mal wieder regenreicher und der Mai schein anzuknüpfen. 
Die oberen Bödenbereiche bekommen immer wieder Feuchte. Sie ist auch nötig, denn viel Sonne und Wind fangen schon an mit dem Entziehen des wertvollen Nass!
Als ist der Start ganz anders als in letzten beiden Trockenjahren.

Dafür werden die Obst- und Gemüseernten vieler länger auf sich warten müssen. ;)

Irgendwie scheint das Jahr aus der Reihe der letzten Jahre somit "auszubrechen". Der Winter war ja auch schon teilweise "wie früher". :)

Mit einer Temperatur von 24,6 Grad am 31.03.2021 wurde ein neuer Märzrekord verzeichnet. Der bisherige Höchststand, 22,3 Grad, stammte aus 2012 vom 28.03.

Auf der Messstation Kleiner Feldberg wurden 20,1 Grad gemessen. Hier wurde der Rekord von 19,4 Grad vom 28.03.1989 getoppt.

Deutschlandweit wurde ein Höchstwert von 27,2 Grad in Rheinau-Memprechtshofen (alter Rekord aus 1989) gemessen. 

 

Fünf Tage später liegt Deutschland voll in einer Nordlage, praktisch wieder "kalt erwischt" im Spätwinter.

 

Somit ging es vom Hochfrühling in eine lange "vermisste" klassische "Aprilwetter"- Lage.

 

Mehr zum Thema Aprilwetter im DWD-Beitrag: https://www.dwd.de/DE/wetter/thema_des_tages/2021/4/6.html

 

Während am Osterwochenende noch Sonne bei Dauerwind schien, brauchte man am Ostermontag beim Osterspaziergang die dickste Winterjacke. Der Wind den Tief Ulli mitbrachte war sehr ruppig und dauerhaft stark. Schnee- und Graupelschauer brachten ein tiefwinterliches Feeling.

Die weiteren Aussichten simulieren ein Anhalten des sehr kühlen Aprilwetters. Von Vorteil wären die einhergehenden Niederschläge. Vielerorts fehlen schon wieder Niederschläge für die Böden. Bereits aufgeblühte Obstblüten können bei nächtlichem längerem Aufklaren leider Schäden davontragen. Hier bleibt zu hoffen, dass viele Wolken es vielleicht verhindern.

 

 

 

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