Aus aktuellem Anlasse habe ich mir mal den Spaß gemacht das Wort SCHNEE im DWD-Wetterbericht zu highlighten.

So oft konnte man in den letzten Jahren keinen Bericht in dieser "Schnee"-Form lesen! :)
Mal sehen, ob wir hier im Vordertaunus auf ca. 200-300 Meter bis Freitag nochmal eine Schneedecke bekommen. Aktuell 0 cm. ;)

 

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S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T
ausgegeben am Mittwoch, den 06.01.2021 um 08 UTC


GWL und markante Wettererscheinungen:
GWL TM
Winterlicher Witterungsabschnitt mit Schneefall im Bergland, in Staulagen auch
bis runter. Sonst vor allem nachts Glätte durch überfrierende Nässe oder
Schneematsch.

Synoptische Entwicklung bis Freitag 24 UTC
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Mittwoch... befindet sich ein umfangreiches Höhentief mit Drehzentrum etwa über
der Schweiz und beeinflusst große Teile Europas. Nördlich davon gibt es hohes
Geopotential und so erstreckt sich auch am Boden eine Hochdruckbrücke vom
Atlantik über Schottland bis nach Skandinavien.

Für Deutschland ist damit Tiefdruckeinfluss wetterwirksam, wobei zwei
unterschiedliche Tiefdruckzentren Einfluss haben. Ein erstes Bodentief befindet
sich vorderseitig des Höhentiefzentrums über Norditalien. An seiner Nordseite
werden feuchte Luftmassen herumgeführt und können von Tschechien und Österreich
kommend auf den Süden Deutschlands übergreifen. Damit gibt es bereits aus der
Nacht heraus im Süden länger andauernde Schneefälle, die bei Werten um den
Gefrierpunkt und negativen Belagstemperaturen auch verbreitet zur Ausbildung
einer Neuschneedecke geführt haben. Die Schneefälle halten auch über den Tag
hinweg an, sodass im Laufe des Tages noch einige Zentimeter Neuschnee
hinzukommen können. Bis zum Abend werden in einem 12h Zeitraum im
Schwerpunktbereich zwischen München und der Donau 4 bis 7 cm simuliert.

Ein zweites Tief liegt vorderseitig einer kurzwelligen Störung noch über Polen
und bewegt sich langsam auf Westkurs in den Nordosten Deutschlands, wo es dann
unter Abschwächung zum Liegen kommt. Damit verbunden sind Aufgleitniederschläge
die von Polen kommend auf den Nordosten und Norden übergegriffen haben und sich
nun allmählich in Richtung Nordwesten ausbreiten. Die Feuchttemperatur liegt
meist zwischen 0 und 1 Grad, sodass die Niederschläge im Norden zumeist als
Schnee fallen. Bei leicht positiven Temperaturen, dürfte allerdings allenfalls
etwas Schneematsch zu Glätte führen und sich keine Schneedecke ausbilden können.
Weiter nach Süden (Sachsen-Anhalt, Brandenburg) liegen die Feuchttemperaturen
noch etwas höher, sodass dort vielfach Regen oder Schneeregen fällt. Bei
stärkerer Niederschlagsintensität sich sicherlich auch mal vorübergehend
Schneematsch und Glätte denkbar), die von ICON und SNOW prognostizierte
Schneedecke von mehreren Zentimeter erscheint aber bei leicht positiv
prognostizierten Belägen wenig realistisch. Anders im Mittelgebirgsbereich, wo
wiederholte Schneeschauer zum Anwachsen der Schneedecke um wenige Zentimeter im
Tagesverlauf führen können. Insbesondere im Nord, später auch Nordweststau des
Harzes sind durchaus auch um 10 cm Neuschnee bis zum Abend möglich.

Am Nachmittag und Abend verlagert sich das Niederschlagsgebiet dann immer mehr
in den Nordwesten und Westen Deutschlands. Weiterhin fällt häufig Schnee, der
aber zumeist nicht liegen bleibt. Etwas anders sieht es im Rückstau von Harz und
Weserbergland aus. Durch fortwährende Niederschläge kann sich dort ein gewisser
Kältepool bilden, sodass dort der Schnee bei negativen Belagstemperaturen auch
zunehmend liegen bleiben soll. Dieser Prozess verstärkt sich nochmal in den
Nachtstunden auf Donnerstag, sodass sich von Westfalen und Südniedersachsen bis
nach Nordhessen die Ausbildung einer dünnen Schneedecke realistisch erscheint.
Sonst dürfte es zumeist unkritisch sein. Insbesondere vom Niederrhein bis zum
Emsland dürfte es nicht für eine Schneedecke reichen. Sonst ist zumindest
vorübergehende Glätte und
damit eine Glättewarnung das Mittel der Wahl.

Im Süden halten in den Nachtstunden die Niederschläge ebenfalls noch an, sodass
dort noch ein paar Zentimeter Neuschnee hinzukommen können. Die Intensität lässt
im Verlauf der Nacht aber immer weiter nach.

Über der Mitte, abseits der beiden Niederschlagsschwerpunkte kann es bei
Tiefstwerten um 0 Grad gebietsweise Glätte geben. In den Mittelgebirgen kann es
noch zeitweise Schneeschauer und ein wenig Neuschneezuwachs geben.

Bleibt zu guter Letzt noch der Wind zu erwähnen. Dieser weht an der Ostsee noch
stark böig, lässt aber im Tagesverlauf nach. Auch an der Nordsee führt der
nördliche Wind zu Bft 7 Böen.


Donnerstag... bildet sich ein Scherpunktzentrum des Höhentiefs über Polen aus.
Damit bleibt auch am Boden eine Tiefdruckrinne liegen, die sich vom Schwarzen
Meer bis in den Norden Deutschlands erstreckt. Die daran gekoppelten
Feuchtefelder haben Deutschland weiter fest im Griff. Die Niederschläge
betreffen schwerpunktmäßig den Westen und Nordwesten Deutschlands. Die
prognostizierten Feuchttemperaturen liegen ausgenommen der Küsten im Bereich um
den Gefrierpunkt, sodass meist Schnee fallen sollte. Ein Neuschneezuwachs ist
allerdings weiter in den bereits am Vortag angesprochenen Gebieten zu erwarten.
Dies betrifft bei einer östlichen Bodenströmung den Rückstau vom Weserbergland
sowie in Südniedersachsen den Harzstau. Dort sind bis zum Abend in 12 h um 5 cm
denkbar, im direkten Stau örtlich auch noch darüber.

Auch sonst kann es im Mittelgebirgsumfeld ein paar Schneeschauer geben, die aber
zu keinem signifikanten Neuschneezuwachs führen dürften.

Im Süden ist es weitgehend trocken und es können sich im Tagesverlauf auch
einige sonnige Aufhellungen zeigen. Dort sorgen ein flacher Rücken und ein
Bodenhochkeil für Absinken.

Im Bergland bleibt es dauerfrostig, während sonst leichte Plusgrade erwartet
werden, ausgenommen der angesprochenen Gebiete mit den intensiveren
Schneefällen.

In der Nacht auf Freitag halten die Niederschläge im Westen an und können sich
noch etwas nach Süden bis ins nördliche Baden-Württemberg ausweiten. Dabei fällt
abgesehen vom Niederrhein weiterhin vielfach Schnee. Es bleibt dabei, dass
vornehmlich im Rückstau der westlichen Mittelgebirge bis in tiefe Lagen die
Ausbildung einer Schneedecke wahrscheinlich erscheint. Ab etwa 200 m können
durchaus 2 bis 7 cm, lokal auch darüber fallen. In den Ballungszentren dürfte es
hingegen oft bei Schneematsch bleiben. Zumindest vorübergehend ist bei stärkeren
Niederschlägen eine Glättesituation denkbar.

Auch sonst gibt es bei Tiefstwerten um den Gefrierpunkt gebietsweise Glätte.
Entlang und südlich der Donau gibt es größere Wolkenlücken, teils ist es
sternenklar. Dort ist mäßiger Frost, über Schnee an den Alpen auch strenger
Frost zu erwarten.

Freitag... bleibt übt das Höhentief weiter Einfluss auf Deutschland aus. Am
Boden liegt eine Tiefdruckrinne noch über dem Norden Deutschland, schwächt sich
aber im Tagesverlauf ab, sodass sich von Westen kommend der Hochdruckeinfluss
verstärkt.

Abgesehen vom Süden gibt es weiterhin gebietsweise Niederschläge, meist in Form
von Schnee. Der Schwerpunkt wird von den verschiedenen Modellen noch
unterschiedlich vorhergesagt. Im Mittel wird der Schwerpunkt aber vom nördlichen
Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz bis in die zentralen Landesteile
vorhergesagt. Es bleibt dabei, das vornehmlich im Weststau der Mittelgebirge
durchaus auch bis in tiefe Lagen eine Schneedecke möglich ist. In den westlichen
und zentralen Mittelgebirgen ist allgemein mit einigen Zentimetern Neuschnee zu
rechnen, im Stau auch über 5 cm.

Auch sonst kann es bei intensiveren Niederschlägen durch Schneematsch
vorübergehend mal für Glätte reichen. Allgemein dürfte aber das Tiefland eher
unkritisch sein.
Im Süden sorgt der Bodenhochkeil ohnehin für teils freundliches Wetter,
insbesondere in Alpennähe scheint die Sonne auch länger.

In der Nacht auf Samstag gibt es vornehmlich im Bergland weitere Schneefälle,
aber mit abnehmender Intensität. Dort ist noch ein geringfügiger
Neuschneezuwachs zu erwarten. Sonst muss bei Tiefstwerte um und unter dem
Gefrierpunkt aber gebietsweise mit Glätte durch überfrierende Nässe gerechnet
werden.

Im Süden gibt es bei Auflockerungen teils mäßige Nachtfröste, in Alpentälern
über Schnee teils auch strengen Nachfrost.

Sonntag, 03 Januar 2021 16:46

Taunusschnee - Platz 1 "überall"

Mal abgesehen vom Großen Feldberg im Schwarzwald und der Zugspitze, präsentieren sich die hohen Gipfel des Taunus - Kleiner Feldberg, Altkönig und Großer Feldberg - aktuell auf dem "Olymp" in der Schneehöhenliste. 
Das letzte Mal hat man das im Dezember 2017 erlebt.

Im Unterschied zu damals ist das Interesse an der weißen Pracht aktuell aber x-Mal größer. Anstatt in den alljählichen Skiurlaub aufzubrechen, heißt in diesen Weihnachtsferien coronabedingt "homesnowing". 
Das Ergebnis ist ein noch nie zuvor gesehener Ansturm der Menschen in Richtung Bergländer, egal ob Vogelsberg, Harz oder Eifel! Während in den flachen Regionen noch auf eine Schneedecke gehofft werden darf, bieten sich seit dem 24.12.2020 in vielen mitteldeutschen Mittelgebirgen Rodelchancen.
Straßensperrungen gingen sogar bis runter nach Hohemark. Grund war nicht nur der Ansturm, sondern die sehr hohe Schneelast auf den Bäumen, hervorgerufen durch den sehr nassen Schneefall. Die Folge ist Schneebruch und damit die Gefährdung von Leib und Leben.
Trotzdem strömen die Menschen aus dem Einzugsgebiet tag täglich in den Taunus, und in allermund wird über das Verkehrchaos gesprochen. Man kann es ihnen nicht über nehmen in dieser trostlosen "Coronaenge".

Besonders interessant ist, dass die Lage des Hochtaunus mit sein Gipfeln von der bisherigen Wetterlage profitiert hatte. Die Niederschläge kamen aus Westen und Südwesten. Diese Anströmung garantierte viel Niederschlag und es gab keine anderen Gebirge die "im Weg" standen. Kleiner Nachteil dabei war natürlich die höheren Temperaturen, die nur oberhalb 600-700 Meter alles als Schnee runtkommen ließen. Die kleine, aber gewaltige Schneedecke kann man gut auf dem Bild erkennen (nordwestlich von Frankfurt):

 

33 cm meldete der Kleine Feldberg am Neujahrstag. Das war Rekord in den Mittelgebirgen. Am 02.01.2021 war es immer noch top:

Leider der gestaltet sich der Einzug des Winters in das Rhein-Main-Gebiet auch in den kommenden Tagen recht schwierig. Nun kommen Niederschläge von Osten bzw. Südosten durch eine sogenannte "Vb-Tief Wetterlage". Das fehlt aber in unserer Region die Feuchtigkeit weitestgehend. Der Nord-Osten Deutschland hat es da besser und wintert heute am 3. Januar endlich etwas ein.

Man erkennt das das Tief "Lisa" über die Alpen von Osten her auf Deutschland übergreift. Es ist irgendwie umgekehrtes, aber gerechtes, Spiel wie die Tage zu vor als alles aus dem Westen kam.:)

Die Chancen auf eine längeres winterliches Gastspiel stehen zur Zeit so gut wie lange nicht!

Nutzt das Wetter für Wanderungen, nicht nur Richtung Feldberg! Wer die Changes hat sollte möglichst weit weg parken und von dort "lostigern". ;)

 

 

Hier noch ein paar Impressionen von der heutigen Wanderung von Oberursel Hohemark zum Altkönig, zur "Weißen Maurer" und zurück:

Oberursel: 

 Grün! :)

   "Die Altköniggeister" :) Die Altköniggeister :)

Die Weiße Mauer Die "Weiße Mauer" - von unten gesehen

 

Samstag, 26 Dezember 2020 21:28

Taunusschnee voraus - Ferienspaß in Corona

Der Taunus zieht immer mehr Wanderer, Naturliebhaber und Schneefreunde in seinen Bann.

Während heute noch bei 1 cm Schneehöhe auf dem höchsten Punkt, dem Großen Feldberg, "gerodelt" werden musste, winkt nun Schnee satt!

Ein großes Höhentief mit Schwerpunkt westlich von  Deutschland über die Regie für die restlichen Tage des Jahres. Es bringt Luftmassen subpolaren Ursprungs über den Umweg Nordsee und Frankreich nach Westdeutschland.

Zwar reicht das vermutlich nur ab 300-400 Meter Höhe für eine nennenswerte Schneedecke, aber ganz oben könnten es 20 cm durchaus werden. (Update 28.12.: in der Nacht gab es 18cm auf dem Feldberg) Die Chancen auf Nachschläge am Dienstag und Mittwoch sind auch gegeben. 

Viel Spaß beim Rodeln!

Doppelter Grund zum Freuen für die Kinder heute!

Das 1. Türchen vom Adventskalender durfte geöffnet werden. Und dann der Blick aus dem Fenster - SCHNEE!!!

4-5cm war die Schneedecke hoch. Dieses Jahr klappt der Winterauftakt sogar richtig gut und das pünktlich zum meteorologischen Winteranfang.

Nach - 5,1 Grad am Morgen des Vortages und Sonnenschein tagsüber, rückte am späten Abend eine Front von Nordwesten mit erstmal Eisregen an. Nach Mitternacht ging der Niederschlag in Schnee über.

 

Grund genug für ein paar Winterbilder aus Oberursel:

Nach den wohltuenden Augustniederschlägen kam das trockene Sommerwetter schnell zurück. Voraussichtlich wird die niederschlagslose Phase ca. 23 Tage dauern.

Das amerikanische Wettermodell berechnet eine komplette Wetterumstellung auf sehr nasses und kühles Wetter.

Die Natur wird es danken!

Man darf sich an einem 10. Juli wundern, dass beim Blick auf die tatsächlichen Wetterstatistiken die Landschaft bis heute noch so grün und stark aussieht.

2020 haben wir das 3. Jahr in Folge eine negativen Niederschlagsbilanz in den Vegetationsmonaten. Und der weitere Verlauf kann noch dramatischer werden. 

In der Grafik sieht man, dass es vergleichsweise nur 36% Frühjahresniederschlag in 2020 gab. Das sind 40mm weniger NS als 2019 und sogar 80mm weniger als 2018. Wie man mit 41mm im April und Mai das Wachstum angekurbelt, bleibt fast ein Rätsel.

Einzig allein, der niederschlagsreiche Herbst/Winter gab einen gewissen Vorsprung. Aber Sonne pur und Wärme im März und April bauten diesen Vorsprung schnell ab.

Aktuell gehört die Taunusregion somit zu den trockensten Deutschland. Neben der Mitte ist auch wieder der Osten betroffen. Der Norden und der Süden werden dieses Jahr verschont.

 

 

 Es gab seit Mitte März nur einen Tag wo 10mm Regen, als zweistellig, gefallen sind. Also von Gewittergüssen oder Landregen fehlt jede Spur.

Hinzu kommt eine interessante Beobachtung die auch viele Hobbygärtner festgestellt haben werden:

Es gab verhältnismäßg kühle Temperaturen im Apri, Mai und Juni, vor allem in den Nächten. So kam dazu, dass ich erst am 06. Juli die erste rote Tomate geerntet habe. :) Zuchini und Gurken ebenfalls spät...

Auch war die Luftfeuchte teil sehr niedrig.

Aktuell sorgt der schon seit Wochen andauernde starke Wind für das schnelle Austrocknen jeglicher Feuchte. Tau oft Fehlanzeige. Es hilft nur Pflanzen oft zu Wässern. Gemüsebauern in der Mitte werden ein Lieder davon singen können.

Grund ist die Wetterlage hier: Starker Tiefdruck in Nordeuropa. Die Mitte ist aber nur am Rande und zwischen Tiefs und Hochs im Süden. Das führt zu großen Druckunterschieden. Aber leider reicht das nicht zu flächendeckenden Regen. Da fehlen nur ein paar Kilometer.

 

Kurios war das Wetter am 8./9.7.20:

Erst Dauernieselregen (aber nicht nennenswert) bei 15 Grad. Nachbarn meldeten vereinzelt das Anspringen der Heizungen!!! :D
Dann am Tag darauf 29,6 Grad und Voll-Hochsommer. 

Das ist typsich für solche Lagen wo wir zwischen den Großen System "hängen".

 

Fazit:

Wenn es so weitergeht, wonach es aussieht, wird es wieder ein Rekordjahr in Regen und Dürre. Aktuell ist der Sommer, etwas überraschend für mich, noch nicht auf Hochtouren gekommen. Es gibt keine Hitzetage bis Mitte Juli. Also Tendenz gleich, aber anders. ;)

Kommt es noch zu stärkeren Hitzephasen, wovon man bis in den September ausgehen kann, dann leidet der Wasserhaushalt von Mensch, Tier und Garten noch lange!

Donnerstag, 30 April 2020 09:51

April wusste genau was er will

Der März und April wird wegen Corona in Erinnerung bleiben. Aber nicht nur!

Es regnete vom 21.3. bis zum 28.4. (37 Tage) hierzulande nicht. Zudem schien im Prinzip die Sonne durchgängig. Siehe Grafik. Für den deutschlandweiten lockdown war dieses tolle Wetter ein Segen.

Verantwortlich waren blockierende Hochs über Nord- und Mitteleuropa. Tiefdruckgebiete sind nördlich und südlich von uns vorbeigezogen.

Im Prinzip war dieses Wetter zu den vorhergenden 40 Tage genau invers. Von Februar bis Mitte März, regnete es gefühlt unaufhörlich. Die Freude war für alle Gärtner und Landwirte gross. Man kann es sich nicht aussuchen.

Für die Natur, für das Wachstum der Pflanzen kam der jetzige Regen auf dem allerletzten Drücker.

 

Während in 2018 die Trockenheit ab Hochsommer und Herbst auftrat, war es 2019 Spätfrühling und Hochsommer mit hohen Defiziten. Diese Jahr 2020 beginnt die Trockenheit bereits im Frühling...

Es zeigt sich immer mehr die Beobachtung:

Wenn es sehr lange trocken ist, haben es Tiefdrucksysteme zusätztlich schwerer über die Landmasse Europas genügent Feuchtigkeit zu sammeln. Die Folge sind Niederschläge von meist nur geringer Intensität, nach innen weiter abnehmend. Auch ist sogenannte Erhaltungsneigung der Wetterlage für Hochdruck sehr stark.

Die Aussichten stehen aktuell für nachhaltigen und ergiebigen Niederschlag leider nicht gut.

 

Mittwoch, 01 Januar 2020 20:29

Jahresrückblick 2019

Donnerstag, 03 Januar 2019 19:37

Jahresrückblick 2018

Montag, 31 Dezember 2018 12:55

Rekordjahr - 4 Sommermonate am Stück

Das Jahr 2018 ist das wärmste Jahr seit Messung in Oberursel und sicher auch seit Wetteraufzeichnungsstart im 19. Jahrhundert. Es wurden 12,2 Grad im Jahresdurchschnitt. Frankfurt hat 12,9 Grad gemessen.

Neue Monatsrekorde gab bei den Temperaturen im April und Mai 2018. Siehe Grafik.

95 Sommertage (Höchsttemperatur > 25 Grad) wurde gemessen. 30 Tage mehr Sommer als 2011 (63 Tage). Der Mai war mit 18 Grad erstmal ein sogenannter Sommermonat.

 

 

 

 

Beim Niederschlag (Summe 622 Liter) wurde ein neuer Rekord durch den nassen Dezember 2018 verhindert. Von Juli bis einschließlich November war es vermutlich noch nie so trocken.

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