Mal abgesehen vom Großen Feldberg im Schwarzwald und der Zugspitze, präsentieren sich die hohen Gipfel des Taunus - Kleiner Feldberg, Altkönig und Großer Feldberg - aktuell auf dem "Olymp" in der Schneehöhenliste. 
Das letzte Mal hat man das im Dezember 2017 erlebt.

Im Unterschied zu damals ist das Interesse an der weißen Pracht aktuell aber x-Mal größer. Anstatt in den alljählichen Skiurlaub aufzubrechen, heißt in diesen Weihnachtsferien coronabedingt "homesnowing". 
Das Ergebnis ist ein noch nie zuvor gesehener Ansturm der Menschen in Richtung Bergländer, egal ob Vogelsberg, Harz oder Eifel! Während in den flachen Regionen noch auf eine Schneedecke gehofft werden darf, bieten sich seit dem 24.12.2020 in vielen mitteldeutschen Mittelgebirgen Rodelchancen.
Straßensperrungen gingen sogar bis runter nach Hohemark. Grund war nicht nur der Ansturm, sondern die sehr hohe Schneelast auf den Bäumen, hervorgerufen durch den sehr nassen Schneefall. Die Folge ist Schneebruch und damit die Gefährdung von Leib und Leben.
Trotzdem strömen die Menschen aus dem Einzugsgebiet tag täglich in den Taunus, und in allermund wird über das Verkehrchaos gesprochen. Man kann es ihnen nicht über nehmen in dieser trostlosen "Coronaenge".

Besonders interessant ist, dass die Lage des Hochtaunus mit sein Gipfeln von der bisherigen Wetterlage profitiert hatte. Die Niederschläge kamen aus Westen und Südwesten. Diese Anströmung garantierte viel Niederschlag und es gab keine anderen Gebirge die "im Weg" standen. Kleiner Nachteil dabei war natürlich die höheren Temperaturen, die nur oberhalb 600-700 Meter alles als Schnee runtkommen ließen. Die kleine, aber gewaltige Schneedecke kann man gut auf dem Bild erkennen (nordwestlich von Frankfurt):

 

33 cm meldete der Kleine Feldberg am Neujahrstag. Das war Rekord in den Mittelgebirgen. Am 02.01.2021 war es immer noch top:

Leider der gestaltet sich der Einzug des Winters in das Rhein-Main-Gebiet auch in den kommenden Tagen recht schwierig. Nun kommen Niederschläge von Osten bzw. Südosten durch eine sogenannte "Vb-Tief Wetterlage". Das fehlt aber in unserer Region die Feuchtigkeit weitestgehend. Der Nord-Osten Deutschland hat es da besser und wintert heute am 3. Januar endlich etwas ein.

Man erkennt das das Tief "Lisa" über die Alpen von Osten her auf Deutschland übergreift. Es ist irgendwie umgekehrtes, aber gerechtes, Spiel wie die Tage zu vor als alles aus dem Westen kam.:)

Die Chancen auf eine längeres winterliches Gastspiel stehen zur Zeit so gut wie lange nicht!

Nutzt das Wetter für Wanderungen, nicht nur Richtung Feldberg! Wer die Changes hat sollte möglichst weit weg parken und von dort "lostigern". ;)

 

 

Hier noch ein paar Impressionen von der heutigen Wanderung von Oberursel Hohemark zum Altkönig, zur "Weißen Maurer" und zurück:

Oberursel: 

 Grün! :)

   "Die Altköniggeister" :) Die Altköniggeister :)

Die Weiße Mauer Die "Weiße Mauer" - von unten gesehen

 

Der Taunus zieht immer mehr Wanderer, Naturliebhaber und Schneefreunde in seinen Bann.

Während heute noch bei 1 cm Schneehöhe auf dem höchsten Punkt, dem Großen Feldberg, "gerodelt" werden musste, winkt nun Schnee satt!

Ein großes Höhentief mit Schwerpunkt westlich von  Deutschland über die Regie für die restlichen Tage des Jahres. Es bringt Luftmassen subpolaren Ursprungs über den Umweg Nordsee und Frankreich nach Westdeutschland.

Zwar reicht das vermutlich nur ab 300-400 Meter Höhe für eine nennenswerte Schneedecke, aber ganz oben könnten es 20 cm durchaus werden. (Update 28.12.: in der Nacht gab es 18cm auf dem Feldberg) Die Chancen auf Nachschläge am Dienstag und Mittwoch sind auch gegeben. 

Viel Spaß beim Rodeln!

Doppelter Grund zum Freuen für die Kinder heute!

Das 1. Türchen vom Adventskalender durfte geöffnet werden. Und dann der Blick aus dem Fenster - SCHNEE!!!

4-5cm war die Schneedecke hoch. Dieses Jahr klappt der Winterauftakt sogar richtig gut und das pünktlich zum meteorologischen Winteranfang.

Nach - 5,1 Grad am Morgen des Vortages und Sonnenschein tagsüber, rückte am späten Abend eine Front von Nordwesten mit erstmal Eisregen an. Nach Mitternacht ging der Niederschlag in Schnee über.

 

Grund genug für ein paar Winterbilder aus Oberursel:

Nach den wohltuenden Augustniederschlägen kam das trockene Sommerwetter schnell zurück. Voraussichtlich wird die niederschlagslose Phase ca. 23 Tage dauern.

Das amerikanische Wettermodell berechnet eine komplette Wetterumstellung auf sehr nasses und kühles Wetter.

Die Natur wird es danken!

Man darf sich an einem 10. Juli wundern, dass beim Blick auf die tatsächlichen Wetterstatistiken die Landschaft bis heute noch so grün und stark aussieht.

2020 haben wir das 3. Jahr in Folge eine negativen Niederschlagsbilanz in den Vegetationsmonaten. Und der weitere Verlauf kann noch dramatischer werden. 

In der Grafik sieht man, dass es vergleichsweise nur 36% Frühjahresniederschlag in 2020 gab. Das sind 40mm weniger NS als 2019 und sogar 80mm weniger als 2018. Wie man mit 41mm im April und Mai das Wachstum angekurbelt, bleibt fast ein Rätsel.

Einzig allein, der niederschlagsreiche Herbst/Winter gab einen gewissen Vorsprung. Aber Sonne pur und Wärme im März und April bauten diesen Vorsprung schnell ab.

Aktuell gehört die Taunusregion somit zu den trockensten Deutschland. Neben der Mitte ist auch wieder der Osten betroffen. Der Norden und der Süden werden dieses Jahr verschont.

 

 

 Es gab seit Mitte März nur einen Tag wo 10mm Regen, als zweistellig, gefallen sind. Also von Gewittergüssen oder Landregen fehlt jede Spur.

Hinzu kommt eine interessante Beobachtung die auch viele Hobbygärtner festgestellt haben werden:

Es gab verhältnismäßg kühle Temperaturen im Apri, Mai und Juni, vor allem in den Nächten. So kam dazu, dass ich erst am 06. Juli die erste rote Tomate geerntet habe. :) Zuchini und Gurken ebenfalls spät...

Auch war die Luftfeuchte teil sehr niedrig.

Aktuell sorgt der schon seit Wochen andauernde starke Wind für das schnelle Austrocknen jeglicher Feuchte. Tau oft Fehlanzeige. Es hilft nur Pflanzen oft zu Wässern. Gemüsebauern in der Mitte werden ein Lieder davon singen können.

Grund ist die Wetterlage hier: Starker Tiefdruck in Nordeuropa. Die Mitte ist aber nur am Rande und zwischen Tiefs und Hochs im Süden. Das führt zu großen Druckunterschieden. Aber leider reicht das nicht zu flächendeckenden Regen. Da fehlen nur ein paar Kilometer.

 

Kurios war das Wetter am 8./9.7.20:

Erst Dauernieselregen (aber nicht nennenswert) bei 15 Grad. Nachbarn meldeten vereinzelt das Anspringen der Heizungen!!! :D
Dann am Tag darauf 29,6 Grad und Voll-Hochsommer. 

Das ist typsich für solche Lagen wo wir zwischen den Großen System "hängen".

 

Fazit:

Wenn es so weitergeht, wonach es aussieht, wird es wieder ein Rekordjahr in Regen und Dürre. Aktuell ist der Sommer, etwas überraschend für mich, noch nicht auf Hochtouren gekommen. Es gibt keine Hitzetage bis Mitte Juli. Also Tendenz gleich, aber anders. ;)

Kommt es noch zu stärkeren Hitzephasen, wovon man bis in den September ausgehen kann, dann leidet der Wasserhaushalt von Mensch, Tier und Garten noch lange!

Der März und April wird wegen Corona in Erinnerung bleiben. Aber nicht nur!

Es regnete vom 21.3. bis zum 28.4. (37 Tage) hierzulande nicht. Zudem schien im Prinzip die Sonne durchgängig. Siehe Grafik. Für den deutschlandweiten lockdown war dieses tolle Wetter ein Segen.

Verantwortlich waren blockierende Hochs über Nord- und Mitteleuropa. Tiefdruckgebiete sind nördlich und südlich von uns vorbeigezogen.

Im Prinzip war dieses Wetter zu den vorhergenden 40 Tage genau invers. Von Februar bis Mitte März, regnete es gefühlt unaufhörlich. Die Freude war für alle Gärtner und Landwirte gross. Man kann es sich nicht aussuchen.

Für die Natur, für das Wachstum der Pflanzen kam der jetzige Regen auf dem allerletzten Drücker.

 

Während in 2018 die Trockenheit ab Hochsommer und Herbst auftrat, war es 2019 Spätfrühling und Hochsommer mit hohen Defiziten. Diese Jahr 2020 beginnt die Trockenheit bereits im Frühling...

Es zeigt sich immer mehr die Beobachtung:

Wenn es sehr lange trocken ist, haben es Tiefdrucksysteme zusätztlich schwerer über die Landmasse Europas genügent Feuchtigkeit zu sammeln. Die Folge sind Niederschläge von meist nur geringer Intensität, nach innen weiter abnehmend. Auch ist sogenannte Erhaltungsneigung der Wetterlage für Hochdruck sehr stark.

Die Aussichten stehen aktuell für nachhaltigen und ergiebigen Niederschlag leider nicht gut.

 

Das Jahr 2018 ist das wärmste Jahr seit Messung in Oberursel und sicher auch seit Wetteraufzeichnungsstart im 19. Jahrhundert. Es wurden 12,2 Grad im Jahresdurchschnitt. Frankfurt hat 12,9 Grad gemessen.

Neue Monatsrekorde gab bei den Temperaturen im April und Mai 2018. Siehe Grafik.

95 Sommertage (Höchsttemperatur > 25 Grad) wurde gemessen. 30 Tage mehr Sommer als 2011 (63 Tage). Der Mai war mit 18 Grad erstmal ein sogenannter Sommermonat.

 

 

 

 

Beim Niederschlag (Summe 622 Liter) wurde ein neuer Rekord durch den nassen Dezember 2018 verhindert. Von Juli bis einschließlich November war es vermutlich noch nie so trocken.

Zwei Tage nach dem Meteorologischen Herbstanfang regnet es das erst Mal flächendeckend und lang anhaltend.

Ein ehemaliger Hurrikan der vom westlichen Afrika noch Norden zog hat die Wetterküche endlich in Gang gebracht  (siehe Modellvorhersage Bild) und das noch bis Donnerstags hochsommerliche Wetter beendet.
Nun bringt ein weiteres Sturmtief FABIENNE den lang ersehnten Regen noch Hessen. Bis zum 1. September waren gerade erstmal 390mm Niederschlag in 2018 gefallen. So wenig wie noch nie bis zu diesem Zeitpunkt. 

 

 

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