Mittwoch, 08 Dezember 2010 22:14

10cm Neuschnee nach Regen!

Die Temperaturverteilung in Deutschland zeigt die scharfe Luftmassengrenze.

Nach viel Regen am Mittag hat es in der Zeit von 18:00 Uhr bis 22:00 Uhr 10 cm Neuschnee gegeben. Somit sind weiter Schneedeckentage (1. 26.11.10) vorprogrammiert.

Schneewarnung in der Höhe "15-25cm" Sieht man Selten.
Mal sehen war ich unterm Strich rauskommt Ende.

Die Wettermodelle haben es lange vorher prognostiziert, und es ist auch so eingetreten. Pünktlich zum 1. Adventswochenende stellte sich Dauerfrost ein und die erste dünne Schneedecke verzauberte die Bäume. Bemerkenswert ist der frühe Zeitpunkt und vor allem die dicken Minusgrade. Selten war der frühe Wintereinbruch so nachhaltig. Seit dem ersten Schnee am 26.11.10 sind fast 11 Tage vergangen. Heute liegen nach leichtem Tauwetter gestern und heute immernoch 6cm Altschnee.

Seit ca. 1 Stunde schneit es bei 0,4 Grad plus sehr großflockig, Vorboten turbulenter 24 Stunden. Der Vordertaunus liegt inmitten einer starken Luftmassengrenze zwischen dem Norden und Süden Deutschlands. Nördlich lagert immernoch sehr kalte Luft mit Dauerfrost. In Süddeutschland, genau das Gegenteil, warme Mittelmeerluft mit Temperatur bis zu 10 Grad.

Die Prognose inszeniert Folgendes:
In der Nacht zum 08.12.10 soll die Front weiter nach Norden vorankommen. Dies bedeutet, dass starke Niederschläge hier in Regen übergehen werden, spricht starkes Tauwetter einsetzt. Gegen Nachmittag hin soll die Grenze aber wieder bei noch stärkeren Niederschlagssignalen nach Süden weichen und den Taunus wieder auf die "kalte Seite" der Luftmassengrenze (LMG) führen.

Es ist SPANNUNG angesagt. Schnee - Regen - Schnee! Alles ist möglich!

Mittwoch, 24 November 2010 10:45

Winter steht vor der Tür

Bild: Quelle: www.unwetterzentrale.de
Auf dem Bild erkennt man gut das Islandhoch und das umfangreiche Skandinavientief.

Passend zum Oberurseler Adventsmarkt/Weihnachtsmarkt kehrt der Winter zum Ende der Woche ein.

Die Wettermodelle haben recht behalten. Seit einigen Tagen gelangt über die  6-8°C warme Nordsee Luft polaren Ursprungs nach Mittel- und Westeuropa. Dieser Zustrom wird sich in den kommenden Tagen noch verstärken und zu Dauerfrost führen.

In Sachen Schnee bin ich immer skelptisch. Eigentlich bekommt man hier im Rhein-Main-Gebiet nie am Beginn einer Kälteperiode Schnee, also eher am Ende. Wie es diesmal wird, bleibt abzuwarten!

Donnerstag, 18 November 2010 08:02

Erste Frühwinterphase kündigt sich an

Am 14.11.10 hat das Thermometer noch 17,8°C angezeigt. Wie es die Wettermodelle jetzt stetig prognostizieren, werden wir 10 Tage später, um den 24.11.10, wohl den ersten Wintertag erleben.
Grund: Aktuell "sammelt" sich seit Tagen viel Kaltluft über Skandinavien. Da sich die Wetterlage umstellt, gelangt diese auf den Weg nach ganz Europa.

Der bislang viel zu warme November wird somit von einer sehr kalten letzten Dekade "abgekühlt".

In der Grafik kann man sehr schön erkennen, dass die Kaltluft über ganz Europa einfließen soll und zu größeren negativen Temperaturabweichungen führen soll:

Donnerstag, 11 November 2010 09:46

bisher warmer November - besonders in Moskau

In Moskau wurde gestern mit 14,4°C die höchste Novembertemperatur
seit Beginn der Aufzeichnungen gemessen.

Der alte Rekord von 1927 (12,6) wurde damit gleich um 1,8K übertroffen!

Der gesamte November ist im Vergleich zum Mittel mit +7°C deutlich zu warm. Das historische Temperaturmittel ist mit -1,7°C sogar negativ.
In Oberursel ist es ebenfalls mit +5°C viel zu warm.

Mal sehen, was die kommenden 2 Dekaden für Temperaturen bringen.

Die Grafik zeigt sehr schön die milde Witterung der ersten November Dekade.
Zusätzlich zeigt die große Schwankungsbreite von +14 bis -33°C die kontinentale Komponente des Moskau Längengrad.

Das Wetter der letzten 2 Wochen hat noch mal viel für den durchschnittlichen Sommer entschädigt.
Doch die Phase geht heute zu Ende.

Die großen Wettermodelle errechnen für die kommenden 14 Tage einen leicht unbeständigen, für die Jahreszeit zu kühlen, Witterungsabschnitt. Dies ähnelt doch sehr dem Oktober 2009. Damals viel der erste Schnee in den Mittelgebirgen auch sehr früh.

zur Grafik:
Wenn man der Vorhersage der Grafik Glauben schenkt, dann bleibt der Temperaturtrend permanent deutlich unter dem 30-Jahres-Mittel.
Hier handelt es sich um die Temperatur in ca. 1.500 Metern Höhe.
Die Niederschlagsignale halten sich in ihrer Höhe in Grenzen.

Russland - extreme Hitze und Trockenheit, riesige Waldbrände
Nunmehr 33 Tage in Folge ist die Tageshöchsttemperatur in Moskau auf über 30 Grad gestiegen!
Pakistan - Jahrtausendüberschwemmungen - Das Ausmaß der Zerstörung wird größer als das Erdbeben in Haiti oder die Sunami in Süd-Ost-Asien angesehen.
Südamerika - ungewohnte langanhaltende Kälte und Schnee
Deutschland - Erst Trockenheit, dann starke Niederschläge mit Dammbrüchen im Dreiländereck
weltweit: wärmste Jahr nach Aufzeichnungen weltweit!

Das sind Naturkatastrophen wie wie sie in der Ausprägung noch nie vorgekommen sind. Interessant ist, dass das Thema "Klimaveränderung" im Moment wenig Präsenz in den Medien findet. Anders als noch von 3 Jahren. Nur die gestiegenen Rohstoffpreise z.B. für Weizen, finden Beachtung. Keine gute und zukunftsträchtige Entwicklung!

Hier in Oberursel gibt es keine Extremas. Der Juli war weder viel zu heiß, noch zu Trocken. Der August schein auch ein normaler Monat zu werden.
Der gesamtheitliche Blick über die Weltkugel sieht anders aus...

 

 

Die seit dem 18.06.10 anhaltende Trockenheit, verbunden mit hochsommerlichen Wetter, ist durch das gestrige Gewitter zumindest unterbrochen worden. Leider kam es bei heftigem Wind nur zu 6mm Niederschlag. Ein regelrechter "Tropfen auf den heißen Stein". Am 11. Juli wurde eine Maximaltermpertur von 35,9°C erreicht.

Die Aussichten für den Restjuli sind aus der Sicht von Freibadgänger super.
Eine über längere Tage dauernde Schlechtwetterperiode ist nicht in Sicht!

Mittwoch, 02 Juni 2010 08:00

Globale Temperatur auf Rekordniveau

In Deutschland stöhnt man über unterdurchschnittliches Wetter seit Monaten.
"Klimawandel, wo? Hier nicht!" hört man.

Die globale Temperatur zeigt aber etwas anderes.

Satelliten können auch weltweite Temperaturen messen.

Schaut man aktuell auf die Daten, stellt man fest, dass sich die globale "Satellitentemperatur" oberhalb aller bisherigen Messungen der letzten 10 Jahre bewegt. Bereits seit dem 11. Januar ist nach dieser Messreihe fast jeder Tag der wärmste des Jahrtausends. Die gelbe Linie (2010) schwebt über allen anderen (2000 - 2009).

 

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