Die Reihe der Rekorde reißt auch diesmal nicht ab. Der Frühling 2011 zeigte sich besonders in Hessen auf der trockenste und sonnenscheinreichste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Bemerkswert ist, dass das letzte Jahr 2010 deutschlandweit zu den nassesten Jahren überhaupt zählte. Scheinbar gibt es dieses Jahr promt den Ausgleich. Tiefdruckgebiete waren wieder Mangelware. Oft gab es kontinentale Winde aus Nord-Ost. Als das Wetter im Mai zu Gewittern aus Süd-Westen neigte, machten diese einen großen bogen um Oberursel bzw. Hessen. Hier gibt es auch wieder einen Ausgleich zum Dezember 2010, als ein Schneefallgebiet nach dem anderen über das Rhein-Main-Gebiet von West nach Ost zog.
Mit sage und schreibe 58,9mm Gesamtniederschlag vom 01. März bis 31. Mai 2011, kann man nur von einem Wunder sprechen, dass die Natur auf dem ersten Blick ganz gut aussieht. Normalerweise müßte es knapp 200mm geregnet haben. Es gab nur an einem Tag (31.05. = 14mm) nennenswerten Niederschlag.

Hier die Niederschläge der letzten  6 Jahre:

2006
321
2007
186
2008
225
2009
193
2010
194
2011    

58,9

In Sachen Temperatur ist bemerkenswert, dass alle drei Frühlingsmonate im Durchschnitt zu warm ausgefallen sind. Dazu kommt, dass die ersten 5 Monate des Jahres alle samt über dem Mittel lagen. Sicherlich ausschlaggebend waren die historisch hohen Sonnenstunden der Frühjahrsmonate. Mit 12 Sommertagen (Tmax > 25°C) im Mai gab es auch hier einen neuen Stationsrekord. Erstmalig gab es seit 2005 einen Maitag mit Frost. Am 04. Mai wurden um 5:16 Uhr -1,4 Grad registriert. Einen heißen Tag gab es mit 31,2 Grad am 30. Mai.

 

 

   
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