Die klimatische Bilanz für das Jahr 2011 im Überblick:

Mit +1,3 Grad und 11 Monaten über dem Mittel war es fast ausnahmeslos zu warm und reiht sich, abgesehen vom Jahr 2010, in letzten 10 Jahre gut ein.

Monatsabweichungen Temperatur

Grafik: Beweis für ein sehr warmes Jahr 2011


In Sachen Niederschlag blieb es nur knapp 5 Prozent unter dem langjährigen Mittel.
Bei der Sonnenscheindauer gestaltete sich das Jahr sehr positiv.

Der Winter war nur auf Grund des ausgewöhnlichen Dezember 2010 leicht kälter. Die ersten beiden Jahresmonate waren folglich deutlich zu mild. Niederschlagstechnisch war er ausreichend nass.

Frost anfang Mai war diese Jahr selten spät. Es gab aber in der Region keine Folgen für das Obst. Es wurde ein ausgesprochen gutes Kirsch- und Apfeljahr.
Der Frühling wurde diesmal fast ein besserer Sommer. 12 Sommertage (Tmax > 25 Grad) im Mai lieferten den Beweis.
Eine Basis bildete das ungewöhnlich trockene und sonnenscheinreiche Wetter.
Insgesamt fielen nur 59mm, anstatt 176mm, Niederschlag in dieser Jahreszeit.
Für viele Beobachter erwies sich der Sommer als insgesamt zu sonnenscheinarm und z.T. zu nass. Mit 17,6 Grad im Durchschnittt war er doch fast 1 Grad wärmer als im Jahr zuvor und blieb trotz des als schlecht empfundenen Julis leicht über dem Mittel.

Der Herbst war extrem sonnenscheinreich (November 216%) und sehr trocken. Normalerweise ist der November einer der niederschlagsreichsten Monate des Jahres.

Anfang Dezember änderte sich die Großwetterlage. Tiefdruckgebiete aus Westen führten viel Feuchte in die mittleren Breiten Europas. Bis Mitte Dezember gab es in den Alpen aufgrund fehlender Niederschläge im Herbst überhaupt keinen Schnee.
Am Ende wurde der Monatssoll mit 170mm bei Weitem übertroffen.
Temperaturtechnisch bedeutete das aber auch eine weit überdurchschnittliche Monatsmitteltemperatur.

   
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