Die Skiwoche der Hessen stand dieses Jahr im Zeichen von Rekordewärme und Schneemangel. Hier schlägt der Klimawandel also auch sichtbar zu.

Bereits die Fahrt nach Schoppernau im Bregenzerwald am Silvestertag zeigte im Auto 19 Grad!

Kaum verwunderlich war dann auch die Landschaft bei der Ankunft im 820m hochgelegenen Tal.

Sonst eine sichere Bank in Sachen Langlauf (bis 50km Loipen), konnte man nur die Schilder der Loipen beim Wandern "bewundern".

Skifahren ging in den Skigebieten Damüls und Warth dank Kunstschnee noch. Obwohl es bis 2000m Höhe stark geregnet hat und dauerhaft 10 Grad gemessen wurden. Am Diedamskopf, nach Angaben des Skigebiets ein Naturschneeparadies, waren insgesamt nur 8km Pisten offen. Neu war, dass auf 1800-2000 Meter Bäche, Steine und Grünflächen zu sehen waren. 

 

Der Deutsche Wetterdienst hat einen interessanten Bericht zur Entwicklung der Globalstrahlung veröffentlich.

These ist: Sie hat sich in den letzten Jahrzehnten erhöht.

Warum? das könnt Ihr hier nachlesen:

 

www.dwd.de (Veröffentlichung des Deutschen Wetterdienstes)

 

Download - pdf

 

 

 

Passend für das Jahr 2022 ist auch der letzte Tag gewesen. In Oberursel war es zwar nicht so warm wir an vielen anderen Orten in Deutschland, aber trotzdem ganze 3 Grad wärmer als 2021. Da war es auch schon verdächtig warm.

In Bayern wurde ein neuer Rekord von 20.8 Grad an einem Silvestertag aufgestellt. Der Ort heißt Wielenbach und liegt etwas südwestlich von München.

 

Quelle: www.mtwetter.de

Die Bandbreite des Winter heutzutage zeigt der Dezember 2022 ganz gut.

 

- 10 Grad bis + 16 Grad

 

Im Vergleich zu früher sind die hohen Temperaturen der weltweiten Erwärmung, vor allem  der Meere, anzurechnen.

Hier sind häufige zweistellige Höchsttemperaturen in Wintermonaten mittelweile keine Seltenheit mehr.

Im Jahresverlauf hinterlässt der Dezember auch einen bleibenden Eindruck.

 

 

Hier ein guter Beitrag von dem bekannten HR-Moderator und Wettermann Thomas Ranft zum Klimawandel.

Interessant die Aussage, dass die neu entstehenden Seen von ehemaligen Tagebau ein Problem wegen der Verdunstung sind!

Quelle 2 Bilder: Oberurseler Woche: https://www.hochtaunusverlag.de/akt_o.pdf

 

Der Monat September hat mit 110 Litern die Trockenheit endgültig beendet. Wiesen und Pflanzen konnten sich erholen. Im Taunus, im Wald merkt man aber schnell, dass die neu gewonnene Feuchtigkeit es noch nicht in die etwas tiefere Schichten geschaft hat.

Hoffentlich sprießen in den kommenden Tagen die Pilze. Nach den letzten Regenfällen und der zu erwartendenen milden Temperaturen sind die Bedingungen gut!

Die Temperaturentwicklungen gehen mit den Niederschlägen einher. Der August war extrem!

Mit 23,3 Grad monatlich Durchschnittstemperatur, war er so heiß wie noch nie und genauso heiß wie der Rekord-Juli 2006.

Bemerkenswert, weil im August schon deutlich Tagesgänge der Sonne zu niedrigeren Temperaturen im Vergleich zum Juli führen sollten.

Das Motto dieses denkwürdigen Sommers könnte heißen:

"Der Sommer der Tröpfchen"

Es passt einfach zu der extremen Trockenphase in den vergangenen Sommermonaten.

Mit 22,4 Litern in den Erntemonaten Juli und August zusammen, topt es sogar die Jahre 2018 / 2019 (54 / 56 Liter).

Bereits die "Planz- und Wachstumsmonate" April und Mai waren 81 Litern zu trocken und ähnlich 2018 / 2019. Sie haben somit wenig Nass für die Böden und Seen bilden können.

Es gab nur an 4 Tagen nennenswerte Niederschläge die der Natur eine kurze Pause bescheren konnte:

  Monat Liter
24.06.2022 Juni 17
20.07.2022 Juli 12
20.05.2022 Mai 9
27.06.2022 Juni 9

Sonst gab es nur weniger, töpfchenartige Niederschläge.

Dieser Sommer schlägt alle Rekorde - Und das in Sachen Temperatur und Niederschlag - wärmster August aller Zeiten

  • 36 Hitzetage, d.h. TempMax > 30 Grad (2018: 29)
  • Bemerkenswert, dass erstmal am 19. Mai die 30 Grad-Marke überschritten wurde - letztmalig am 6. September - d.h. 5 Monatszeitspanne
  • nur 54 Liter in 3 Monaten (normal Mittel sind 202 Liter) -> 25 % !

 

 

Für die Grundwasserbildung im Sommer gibt nur ein Wort "Fehlanzeige"!

In der Grafik sieht man seit April keinen Anstieg mehr. D.h. es kam aufgrund der geringen Intensität nichts mehr in den unteren Bodenschichten an.

 Die Trockenheit endete am 6. September mit einer langsam beginnenden Umstellung der Gesamtwetterlage.

 

Eine interessante Feststellung bzw. Stellungnahme der Stadtwerke Oberursel, veröffentlich in der Oberurseler Woche.

Die Botschaft ist positiv. Verzicht auf gründen Rasen und Pools zeigen in die richtige Richtung.

Fakten folgen später noch!

So sieht die Bilanz bis zum 31.7.2022 im Vergleich zu den Vorjahren aus:

Dabei fällt auf, dass hier in Oberursel in den letzten 3 von 4 Jahren nur ca. 287 Liter zu verzeichnen waren. Prozentual nur 50% des normalen Durchschnitts für den Zeitraum der ersten 7 Monate des Jahres.

(Noch schlimmer geht es Sömmerda in Thürungen: hier nur 133 Liter!)

2021 waren über 200 Liter mehr und somit "nur" normal.

Interessant ist, dass das Jahr 2015 noch trockerner (20 Liter weniger) die Niederschläge bis dato aggregiert hatte. 

 

Anhand eines Temperaturvergleiches zum Jahr 2021 sieht man, dass dieses Jahr auch noch an einem Hitzesommer gebastelt wird. 

 

Die rot gepunktete Trendlinie liegt deutlich höher und steigt auch im Laufe steiler an.

Kurz gesagt: Immer wiederkehrende Hitzewellen von Höchsttemperaturen jenseits 35 Grad nehmen kein Ende.

Auch wenn man sagen muss, dass wir noch Gück im Unglück haben! Denn die richtige Hitze dauert oft nur maximal 3 Tage an und danach geht es deutlich bergab (z.T. 20 Grad) mit den Temperarturen. 

Der Ablauf ist immer gleich: 

1. Hochdruck - die Luft erwärmt sich langsam
2. Tiefdruck von Westen rückt an - dadurch wird heiße Luft von SüdWest "angesaugt"
3. Durchzug der Kaltfront - Gewitter, aber leider nur lokale nennenswerte Summen - Lotterie!
4. Aufbau von neuem Hochdruck - immerhin kühle Nächte und tagsüber angenehme Höchstwerte

Alles spricht dafür, dass die sogenannte Erhaltungsneigung der Wetterlage die Ursache dafür ist.

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