Nach den wohltuenden Augustniederschlägen kam das trockene Sommerwetter schnell zurück. Voraussichtlich wird die niederschlagslose Phase ca. 23 Tage dauern.

Das amerikanische Wettermodell berechnet eine komplette Wetterumstellung auf sehr nasses und kühles Wetter.

Die Natur wird es danken!

Man darf sich an einem 10. Juli wundern, dass beim Blick auf die tatsächlichen Wetterstatistiken die Landschaft bis heute noch so grün und stark aussieht.

2020 haben wir das 3. Jahr in Folge eine negativen Niederschlagsbilanz in den Vegetationsmonaten. Und der weitere Verlauf kann noch dramatischer werden. 

In der Grafik sieht man, dass es vergleichsweise nur 36% Frühjahresniederschlag in 2020 gab. Das sind 40mm weniger NS als 2019 und sogar 80mm weniger als 2018. Wie man mit 41mm im April und Mai das Wachstum angekurbelt, bleibt fast ein Rätsel.

Einzig allein, der niederschlagsreiche Herbst/Winter gab einen gewissen Vorsprung. Aber Sonne pur und Wärme im März und April bauten diesen Vorsprung schnell ab.

Aktuell gehört die Taunusregion somit zu den trockensten Deutschland. Neben der Mitte ist auch wieder der Osten betroffen. Der Norden und der Süden werden dieses Jahr verschont.

 

 

 Es gab seit Mitte März nur einen Tag wo 10mm Regen, als zweistellig, gefallen sind. Also von Gewittergüssen oder Landregen fehlt jede Spur.

Hinzu kommt eine interessante Beobachtung die auch viele Hobbygärtner festgestellt haben werden:

Es gab verhältnismäßg kühle Temperaturen im Apri, Mai und Juni, vor allem in den Nächten. So kam dazu, dass ich erst am 06. Juli die erste rote Tomate geerntet habe. :) Zuchini und Gurken ebenfalls spät...

Auch war die Luftfeuchte teil sehr niedrig.

Aktuell sorgt der schon seit Wochen andauernde starke Wind für das schnelle Austrocknen jeglicher Feuchte. Tau oft Fehlanzeige. Es hilft nur Pflanzen oft zu Wässern. Gemüsebauern in der Mitte werden ein Lieder davon singen können.

Grund ist die Wetterlage hier: Starker Tiefdruck in Nordeuropa. Die Mitte ist aber nur am Rande und zwischen Tiefs und Hochs im Süden. Das führt zu großen Druckunterschieden. Aber leider reicht das nicht zu flächendeckenden Regen. Da fehlen nur ein paar Kilometer.

 

Kurios war das Wetter am 8./9.7.20:

Erst Dauernieselregen (aber nicht nennenswert) bei 15 Grad. Nachbarn meldeten vereinzelt das Anspringen der Heizungen!!! :D
Dann am Tag darauf 29,6 Grad und Voll-Hochsommer. 

Das ist typsich für solche Lagen wo wir zwischen den Großen System "hängen".

 

Fazit:

Wenn es so weitergeht, wonach es aussieht, wird es wieder ein Rekordjahr in Regen und Dürre. Aktuell ist der Sommer, etwas überraschend für mich, noch nicht auf Hochtouren gekommen. Es gibt keine Hitzetage bis Mitte Juli. Also Tendenz gleich, aber anders. ;)

Kommt es noch zu stärkeren Hitzephasen, wovon man bis in den September ausgehen kann, dann leidet der Wasserhaushalt von Mensch, Tier und Garten noch lange!

Donnerstag, 30 April 2020 09:51

April wusste genau was er will

Der März und April wird wegen Corona in Erinnerung bleiben. Aber nicht nur!

Es regnete vom 21.3. bis zum 28.4. (37 Tage) hierzulande nicht. Zudem schien im Prinzip die Sonne durchgängig. Siehe Grafik. Für den deutschlandweiten lockdown war dieses tolle Wetter ein Segen.

Verantwortlich waren blockierende Hochs über Nord- und Mitteleuropa. Tiefdruckgebiete sind nördlich und südlich von uns vorbeigezogen.

Im Prinzip war dieses Wetter zu den vorhergenden 40 Tage genau invers. Von Februar bis Mitte März, regnete es gefühlt unaufhörlich. Die Freude war für alle Gärtner und Landwirte gross. Man kann es sich nicht aussuchen.

Für die Natur, für das Wachstum der Pflanzen kam der jetzige Regen auf dem allerletzten Drücker.

 

Während in 2018 die Trockenheit ab Hochsommer und Herbst auftrat, war es 2019 Spätfrühling und Hochsommer mit hohen Defiziten. Diese Jahr 2020 beginnt die Trockenheit bereits im Frühling...

Es zeigt sich immer mehr die Beobachtung:

Wenn es sehr lange trocken ist, haben es Tiefdrucksysteme zusätztlich schwerer über die Landmasse Europas genügent Feuchtigkeit zu sammeln. Die Folge sind Niederschläge von meist nur geringer Intensität, nach innen weiter abnehmend. Auch ist sogenannte Erhaltungsneigung der Wetterlage für Hochdruck sehr stark.

Die Aussichten stehen aktuell für nachhaltigen und ergiebigen Niederschlag leider nicht gut.

 

Mittwoch, 01 Januar 2020 20:29

Jahresrückblick 2019

Donnerstag, 03 Januar 2019 19:37

Jahresrückblick 2018

Montag, 31 Dezember 2018 12:55

Rekordjahr - 4 Sommermonate am Stück

Das Jahr 2018 ist das wärmste Jahr seit Messung in Oberursel und sicher auch seit Wetteraufzeichnungsstart im 19. Jahrhundert. Es wurden 12,2 Grad im Jahresdurchschnitt. Frankfurt hat 12,9 Grad gemessen.

Neue Monatsrekorde gab bei den Temperaturen im April und Mai 2018. Siehe Grafik.

95 Sommertage (Höchsttemperatur > 25 Grad) wurde gemessen. 30 Tage mehr Sommer als 2011 (63 Tage). Der Mai war mit 18 Grad erstmal ein sogenannter Sommermonat.

 

 

 

 

Beim Niederschlag (Summe 622 Liter) wurde ein neuer Rekord durch den nassen Dezember 2018 verhindert. Von Juli bis einschließlich November war es vermutlich noch nie so trocken.

Sonntag, 23 September 2018 09:44

Erster Landregen seit Mitte Juni

Zwei Tage nach dem Meteorologischen Herbstanfang regnet es das erst Mal flächendeckend und lang anhaltend.

Ein ehemaliger Hurrikan der vom westlichen Afrika noch Norden zog hat die Wetterküche endlich in Gang gebracht  (siehe Modellvorhersage Bild) und das noch bis Donnerstags hochsommerliche Wetter beendet.
Nun bringt ein weiteres Sturmtief FABIENNE den lang ersehnten Regen noch Hessen. Bis zum 1. September waren gerade erstmal 390mm Niederschlag in 2018 gefallen. So wenig wie noch nie bis zu diesem Zeitpunkt. 

 

 

Sonntag, 10 Juni 2018 10:01

Rekordmonat Mai 2018

Der Mai 2018 war mit 18,0 Grad im Mittel so warm wie noch nie. Das letzte Rekordmittel mit 16,3 Grad aus 2008 wurde regelrecht "pulverisiert".

Es gab auch noch nie so viele Sommertage in diesem Monat. Damit glich der Mai einem normalen Sommermonat wie Juni oder Juli.

Mittlerweile geht der Winter schon in die zweite Verlängerung. Anstatt Frühblüher gab es gestern 8cm Pulverschnee, kleine Schneeverwehungen und Dauerfrost in ganz RheinMain. Für einen 18. März ein bisher noch nicht vorgekommenes Spektakel. Auf der eisige Ostwind lies es den ganzen Tag tiefwinterlich anmuten. Die Sonne steht schon Mitte März hoch, so dass sogar Temperaturen über 20 Grad plus möglich wären. Die Kombination aus Ostluft und einer kleinen Luftmassengrenze über Deutschland machte diese Überraschung möglich.

So reichte es auf der Bleiche in mitten von Oberursel zum ersten Rodeln dieses Winters. Typisch für diesen Winter ist, dass der Schnee sehr gerne am Wochenende fällt. :) Im Gegensatz zu den unzähligen Intermezzos "Eintagesschnee" liegt er sogar noch am Montag. Allerdings tut die Sonne jetzt ihr Gute und "absorbiert" den Schnee je nach Einstrahlung schnell oder langsamer. Der Winter erstreckt sich diesmal, wenn auch mit milden Pausen (Januar), über einen langen Zeitraum. Von Anfang Dezember bis Mitte März. Mal schauen was das Frühjahr für ein Gesicht bekommt!

Dienstag, 27 Februar 2018 07:48

Seltenes Bild in Winter 2017/2018

Der Winter legt jetzt noch einen Endspurt ein. Mit trockener Kälte und Dauerfrost versucht der Februar noch mit einem negativen Monatsmittel als Wintermonat in die Analen einzugehen. Das wird er angesichts der fast zweistelligen Tiefsttemperaturen auch schaffen. Somit gibt es doch noch einen würdigen Abschieds des Winter 2017/2018.

 

Seite 1 von 8
   
© ALLROUNDER